 Weitere Informationen über Holzarten im Blockflötenbau, insbesondere auch über europäische Hölzer wie Ahorn, Birne, Kirsche, Pflaume und Buchsbaum sowie Angaben über die jeweiligen Klangeigenschaften finden Sie oft auch auf den Webseiten der Blockflötenhersteller.


Dalbergia melanoxylon, Familie der Fabaceae
Andere Namen: African Blackwood, Palisandre de Sénégal, Ebène de Moçambique.
Vorkommen: Ostafrika, Mozambique, Tansania, Senegal, Togo, Kongo
Grenadill ist kein Ebenholz, sondern eng mit dem Rosenholz (Palisander-Art) verwandt. Das dunkle Kernholz ist purpurbraun bis schwarzviolett mit schwarzen Streifen und wirkt fast schwarz. Grenadill ist elastischer als Ebenholz. Die Bearbeitung erfordert Spezialwerkzeug.
 Querschnitt durch einen Grenadill-Stamm
Die gehandelten Rohholzstücke sind nur 1 – 1,5 m lang. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 1,1 – 1,2. Grenadill zählt damit zu den schwersten Hölzern. Grenadill ist sehr fest, dabei elastisch und sehr ölhaltig, d.h. es ist witterungsbeständig und nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Frisches Holz duftet etwas nach Rosen. Als Blockflötenspieler/in kennt man auch den sehr angenehmen Geschmack der Grenadill-Blockflöten. Grenadill wird häufig im Bau von Musikinstrumenten eingesetzt, z.B. bei Klarinetten, Dudelsackpfeifen, Querflöten (Piccolo!) oder Blockflöten. Grenadill wird auch für Intarsien verwendet.
 Grenadill-Baum (African Blackwood)
Der Baum ist klein, auch mehrstämmig, oft strauchwüchsig mit Höhen von 4 m bis 8 m. Er erreicht selten 10 m. Der Stammdurchmesser beträgt nur 25 bis 40 cm.
Der Grenadill-Baum wird in seiner Heimat Tansania auch mpingo genannt.
Grenadill wird von zahlreichen Herstellern für den Bau von Blockflöten der hohen Lagen (Garklein bis Tenor) verwendet. Der Klang der Grenadill-Blockflöten ist kernig, klar und durchdringend. Grenadill-Blockflöten werden eher für den solistischen Einsatz gebraucht.
Eine schöne Abbildung von Grenadillstammstücken und einer dekorativen Grenadill-Scheibe (Stamm-Querschnitt) finden Sie auf der Homepage der Holzhandelsfirma Lehmann in Berlin: www.furnier-lehmann.de/pics/edel_grenadill.jpg
In der Ausgabe 2/2009 der Zeitschrift "Windkanal" (www.windkanal.de) (siehe dort im Archiv) findet sich ein ausführlicher Artikel über Grenadill und den Importeur Fa. Nagel, Hamburg (siehe unten).


Diospyrus crassiflora, Familie der Ebenaceae
Vorkommen: Südnigeria, Ghana, Kamerun, Zaïre
Die Farbe des Kernholzes variiert von schwarz bis schwarzbraun gestreift. Die Maserung ist sehr fein und gleichmäßig. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 1,02. Schwarzes Ebenholz ist nur begrenzt verfügbar.

Diospyrus discolor, Familie der Ebenaceae
Vorkommen: Sri Lanka, Südindien
Makassar-Ebenholz gehört zu den sogenannten farbstreifigen Ebenhölzern. Das Kernholz ist mittelbraun mit beigefarbenen und schwarzen Streifen. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 1.

Diospyrus ebenum, Familie der Ebenaceae
Vorkommen: Ostindien
Das ostindische Ebenholz mit seinem tiefschwarzen Kernholz gehört zu den schwarzen Ebenhölzern. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 1.


Dalbergia Nigra, Familie der Fabaceae
Vorkommen: Brasilien
Rio-Palisander ist ein Hartholz der Regenwälder. Das Kernholz ist kräftig braun mit Streifen von goldener, schokoladenbrauner, violettschwarzer bis purpurschwarzer Farbe. Das Kernholz hebt sich stark von dem hellen Splintholz ab. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,8. Rio-Palisander darf nach dem internationalen Artenschutzabkommen von Washington nicht mehr gehandelt werden und steht daher für den Blockflötenbau nur noch aus Lagerbeständen zur Verfügung.

Dalbergia stevensonii, Familie der Fabaceae
Vorkommen: Mittelamerika
Honduras-Palisander wächst ebenfalls in den Regenwäldern. Das Kernholz ist rosé bis purpurbraun mit schwarzen Streifen Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,9 bis 1 und ist damit etwas schwerer als Rio-Palisander. Honduras-Palisander darf nach dem internationalen Artenschutzabkommen von Washington nicht mehr gehandelt werden und steht daher für den Blockflötenbau nur noch aus Lagerbeständen zur Verfügung.

Dalbergia latifolia, Familie der Fabaceae
Vorkommen: Ostindien, Südasien, Sri Lanka
Ostindischer Palisander ist ein relativ großer Baum. Das Kernholz ist purpurbraun mit dunkelbraunen bis schwarzen Streifen. Das Splintholz ist dem gegenüber crèmefarben bis rötlich. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,8. Ostindischer Palisander steht nur noch in geringen Mengen zur Verfügung.


Guibourtia tessmannii und demeusii, Familie der Caesalpiniaceae
Vorkommen: Kamerun, Gabun, Kongo, Zaïre
Bubinga ist ein großer Baum mit Stammdurchmessern von 80 bis 160 cm. Das Kernholz ist rosarot bis braunrot und dunkelt ins Violettrote nach. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,86. Bubinga wird oft als Ersatz für Palisander verwendet. Küng-Blockflötenbau in Schaffhausen/Schweiz verwendet Bubinga für Groß- und Subbässe.

Pterocarpus soyauxii, Familie der Fabaceae
Vorkommen: Zentralafrika, tropisches Westafrika
Das Kernholz ist im Gegensatz zum hellen Splintholz dunkelbraun mit violettem Ton mit rötlichen Streifen. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,65. Das Holz wird in Europa nur noch in geringen Mengen gehandelt.

Pterocarpus indicus, Familie der Fabaceae
Vorkommen: Südasien, Ostasien, bes. Philippinen
Manial-Padouk ist heller als das rotbraune Afrikanische Padouk. Das Kernholz des Manial-Padouk variiert von goldgelb bis ziegelrot mit teilweise starker Zeichnung. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,65. Das Holz wird in Europa nur noch in geringen Mengen gehandelt.

Microberlinia brazzavillensis, Familie der Caesalpiniaceae
Vorkommen: Westafrika: Kamerun, Gabun
Zebrano ist ein Baum der Regenwälder Westafrikas. Das Kernholz ist auffallend gestreift, dunkelbraune Adern heben sich deutlich von den hellen, goldgelben Hintergrund ab. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,73. Zebrano ist in Europa nur in geringen Mengen unregelmäßig zu erhalten. Zebrano wurde beispielsweise von der Firma Küng, Schaffhausen (CH) für den Blockflötenbau verwendet.

Fagara flava, Familie der Rutaceae
Vorkommen: Jamaika, Bermuda, Bahamas, Florida
Das Kernholz ist goldgelb bis crèmefarben und fein gemasert bei seidigem Glanz. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,9. Satinholz ist in Europa nur in geringen Mengen erhältlich. Die Firmen Coolsma in Utrecht (NL) und Dolmetsch in Haselmere (GB) sowie YAMAHA verwenden Satinholz im Blockflötenbau.

Chlorophora excelsa, Familie der Moraceae
Vorkommen: Afrika: Sierra Leone, Ghana, Elfenbeinküste, Tansania, Mozambique, Angola
Das Kernholz ist gelblich-braun bis tiefbraun bei feiner Maserung. Das spezifische Gewicht beträgt etwa 0,64. Iroko wird beispielsweise von der Firma Küng, Schaffhausen (CH) für den Bau tiefer Blockflöten (Großbass, Subbass) verwendet. Blockflöten aus Iroko sind etwas preiswerter als solche aus Bubinga.

Bei den folgenden Firmen können Sie dekorative Hölzer für eigene Arbeiten oder auch ür demonstrative oder dekorative Zwecke erwerben:
Theodor Nagel – Holzimport, Billstr. 118, D-20539 Hamburg Tel.: (040) 78 11 00-13 --- Fax: (040) 78 11 00-24 --- E-Mail: info@theodor-nagel.com Homepage: www.theodor-nagel.com
Die Firma Nagel gehört zu den größten Lieferanten für Grenadill und Ebenholz. Ebenso wird Palisander, Rosenholz und Schlangenholz geführt. Für Holzliebhaber besonders interessant sind die Tage der offenen Tür Der Fa. Nagel jeweils im Herbst am 3. Wochenende im September (2010: Fr./Sa. 17./18. September). Hier wird u.a. auch eine große Auswahl an Schmuck aus Holz ausgestellt. Ein Bericht über die Fa. Nagel und das Grenadill-Holz findet sich im "Windkanal"-Archiv von 2009, Ausgabe 2/2009. www.windkanal.de
Furnier-Lehmann, Kitzingstr. 21-23, 12277 Berlin-Marienfelde Tel.: (030) 6 14 77 64 --- Fax: (030) 6 15 66 55 --- E-Mail: info@furnier-lehmann.de Homepage: www.furnier-lehmann.de
Timber Cropp, Max Cropp oHG, Großmoorring 10, 21079 Hamburg Tel.: (040) 76 62 35 0 --- Fax: (040) 77 58 40 --- E-Mail: croppmax@aol.com Homepage: www.cropp-timber.com
Espen AG bei Landsberg/Lech: www.espen.de
Tonewood Kölbl GmbH, Karl-Zeller-Weg 5, A-4160 Aigen-Schlögl, Österreich Tel.: +43 (0) 72 81 / 6317-0 --- Fax: 6317-7 --- E-Mail: Homepage:
Firma Karl Klier & Co., Industriestr. 15, 64569 Nauheim Tel 06152-6597 - Fax 06152-63103 e-mail: karlklier@freenet.de
Literatur: Dahms, Klaus-Günther 1984. Kleines Holzlexikon. Stuttgart: Wegra-Verlag
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